Orientalisch Kurzhaar

Seit 1951 nahm Baronin von Ullman (Roofspringer Cattery, England) die Entwicklung einer neuen Siamkatzen-Varietät vor, die grüne Augen und ein kurzes, einfarbig braunes Fell haben sollte. Nach einigen missglückten Zuchtversuchen entstand die Orientalisch Kurzhaar und ist seit 1972 als Rasse anerkannt. Die erste echte Orientalisch Kurzhaar war kastanienbraun. Diese Variante wird als "Havanna" bezeichnet. Darüber hinaus bezeichnet man alle Katzen des Siamtyps - unabhängig vom Farbschlag - als "Orientalen".
Die Rasse Orientalisch Kurzhaar wird als verspielt, neugierig, intelligent (oft wird beschrieben, dass die Katze in der Lage ist, Zimmer- und Schranktüren zu öffnen), extrovertiert, zärtlich, zutraulich und gesprächig beschrieben. Sie braucht viel Aufmerksamkeit. Sie lässt sich in den meisten Fällen an der Leine führen.
Sie kommt in 400 Varietäten und 30 Farben vor, wobei schwarz und blau die geläufigen sind.
Die Weibchen bekommen ab einem Alter von 9 Monaten pro Wurf ca. 6 Junge.
Der Körper ist langgestreckt, schlank und muskulös. Die Beine sind zierlich. Der Schwanz ist lang und schlank (peitschenförmig). Der Kopf ist keilförmig, der Nasenrücken ist lang, die Ohren sind groß und spitz. Die Augen sind schräg und mandelförmig. Das Fell liegt eng an, ist fein, seidig und glänzend.
Siam/Balinesen/Orientalen/Javanesen
Diese vier Rassen sind sich sehr ähnlich, sie unterscheiden sich nur in der Fell-Länge und -Zeichnung.
Die Stammmutter ist die Siam, sie werden untereinander verpaart.
Sie sind temperamentvoll, gesellig, sehr menschenbezogen, fordern viel Zuwendung, reden viel, mit kräftiger Stimme. Den ganzen Tag alleine ist normalerweise keine Katze gerne, diese vier am allerwenigsten. Ganztagsberufstätige sollten daher zwei Katzen bei sich aufnehmen.
Der Körper ist elegant von mittlerer Größe, langgestreckt, geschmeidig, jedoch muskulös, auf hohen, schlanken Beinen, mit kleinen ovalen Füßen.
Der Schwanz ist sehr lang, dünn am Ansatz, endet in einer Spitze.
Der Kopf ist keilförmig, von mittlerer Größe
Die Nase ist lang, gerade und verlängert die Linie der Stirn
Die Augen sind mandelförmig, leicht schräggestellt, als harmonische Ergänzung zur Keilform des Kopfes. Leuchtend tiefes blau bei Siam und Balinesen, grün bei Orientalien und Javanesen
Die Ohren sind groß, zugespitzt, breit an der Basis
Felltextur bei den Siam & Orientalen sehr kurz, fein, glatt anliegend, ohne Unterwolle.
Bei den Balinesen & Javanesen halblang, fein, seidig, ohne Unterwolle, das Schwanzhaar lang, wie eine Feder ausgebreitet
Körperfarbe der Pointtiere ist von gebrochenem Weiss über Elfenbein bis zu einem hellen Beige, jeweils auf die Abzeichenfarbe abgestimmt. Ältere Tiere werden dunkler.
Abzeichenfarbe:
seal-point = schwarzbraun
blue-point = blau bis blaugrau
chocolate-point = helles braun
lilac-point = magnolienfarbig
red-point = rotgolden
creme-point = cremegolden
foreign white = rein weiss, ohne jede Schattierung, Augen tiefblau
sowie die gesamte Farbpalette in tortie-point & tabby-point.
Bei tortie-point ist die Abzeichenfarbe in deutlichem Kontrast gefleckt oder gesprenkelt mit rot oder creme.
Die tabby-point können am Körper eine schwache Schattierung in der jeweiligen Abzeichenfarbe aufweisen. Ohren einfarbig ohne Streifen, doch mit „Wildfleck“ auf der Rückseite. Maske mit klar abgegrenzten Streifen, besonders um Augen und Nase, deutliche Zeichnung der Wangen, Augenlieder dunkel umrandet oder zu den Abzeichen passend getönt.
Beine mit verschiedenen langen, unterbrochenen Streifen. Schwanz mit verschieden großen, klar abgegrenzten Ringen, einfarbige Spitze.
Fellfarbe der Orientalen & Javanesen
Einfarbig
schwarz „ebony“ glänzend, tiefes schwarz bis zu den Haarwurzeln
braun – alle Nuancen eines reinen, warmen, gleichmäßigen braun bis kastanienbraun
blau – reines hell- bis mittelblau, blaugrau
lavender – blasses lavendelblau/grau mit deutlich rosa Schimmer
rot – warmes rot, Tabbymuster möglich
creme – warmes, helles apricot, wie auch bei rot können sie ohne Geisterzeichnung am Körper sein.
Schildpatt
Bei ihnen allen sind jeweils die Grundfarben so klar und leuchtend wie möglich, mit rot und/oder creme gleichmäßig über den ganzen Körper verteilt.
Smoke
Hell platinfarbener Felluntergrund, die Haarspitzen und kurz behaarten Körperteile, (Gesicht, Ohren, Beine) erscheinen je nach Farbe zarter oder kräftiger in sämtlichen, bisher vorgestellten Farben pigmentiert.
Tabby
mackarel = getigert, classic = gestromt, spottet = getupft, ticked = agouti, mit und ohne silber in allen Farben, kontrastreiche Zeichnung auf hellerem Grund.
Bei ticked-tabby ist der Rumpf völlig zeichnungsfrei, allein ihre Extremitäten weisen ein kräftiges Streifenmuster auf. Alle Tabby`s haben ein markantes „M“ auf der Stirn.

Registergericht:
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